Die sizilianische Küche

Die sizilianische Küche

Icon 30 Juni 2017
Icon By Ceviasi by Vivitalia Tours
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Die sizilianische Küche hat ihre Besonderheiten, die sie von den anderen Regionen Italiens unterscheidet. Es dominieren aromareiche Speisen und fantasiereiche Fischgerichte. Olivenöl darf bi der Zubereitung der Speisen nie fehlen.Das sizilianische Brot, oftmals mit Sesamkörnern oder Fenchelgewürz bestreut, ist ausgezeichnet und wird sehr gern gegessen. Unterschiedlich belegt, z. B. mit Käse, Ricotta (eine Art Quark), Auberginen, Zwiebeln, Tomaten, Oliven, Sardellen, Salami, sizilianischer Bratwurst usw. werden daraus die sogenannten Focacce.

Nudelgerichte, die sogenannte Pasta, stellen das Hauptnahrungsmittel der Sizilianer dar und werden in unzähligen Varianten zubereitet: hausgemachte Pasta in verschiedenen Formen, Spaghetti mit Fleischsoße, mit Tunfisch oder mit Tomatensoße, evtl. angereichert mit Zucchini oder frittierten Auberginen. Die bekanntesten Nudelgerichte sind: „Pasta con le sarde” (Pasta mit Sardinen, Wildfenchel, Pinienkernen und Rosinen), Pasta alla Paolina (Pasta mit Blumenkohl, Pinienkernen und Rosinen), „Pasta alla Norma” (Pasta mit Tomatensoße, frittierten Auberginen und Ricotta), Spaghetti mit schwarzer Tintenfisch-Soße, Pasta al Forno (Im Ofen überbackene Pasta mit Fleischsoße, Erbsen, Käse, Schinken und Semmelbrösel).

Unter den sizilianischen Fleischgerichten finden wir verschiedene, gegrillte Fleischsorten, Schnitzel mit Tomatensoße, Kapern und Oreganum, sowie kleine mit verschiedenen Käsesorten, Semmelbrösel, Rosinen und Pinienkernen gefüllte Rouladen.

Ausgezeichnet ist das sizilianische Gemüse, besonders Artischocken, Auberginen, Paprikaschoten, Zucchini und Broccoli. Auberginen nehmen darunter den 1. Platz ein und werden entweder frittiert, gegrillt, gedünstet oder gefüllt serviert. Im Sommer isst man gern die süßsaure Spezialität Caponata, eine Mischung aus würfelförmig geschnittenen, frittierten Auberginen, Tomatensoße, Sellerie, Kapern und Oliven Fisch ist die Inselspezialität schlechthin. So wird z. B. Tunfisch süßsauer mit Zwiebeln oder mit Tomatensoße garniert. Sardinen werden verschieden gewürzt, frittiert oder zu Klößchen verarbeitet, Schwertfisch isst man hauptsächlich gegrillt, paniert und frittiert, und den Cappone, einen Mittelmeerfisch, serviert man mit Tomaten, Kapern, Oliven und Sellerie.

Eine weitere Besonderheit Siziliens ist der Couscous, der vor allem im Westen der Insel zubereitet wird, und als Erbe der arabischen Herrschaft bis heute fester Bestandteilteil der Küche in Mazzara del Vallo, Marsala und Trapani ist. In San Vito Lo Capo (Provinz Trapani) findet alljährlich ein Couscous-Kochwettbewerb statt, und die beste Zubereitung des Fisch-Couscous wird prämiert.

Abgerundet wird ein sizilianisches Essen mit den berühmten Süßspeisen, so z. B. mit Torrone (Konfekt aus Mandeln, Pistazien und Nüssen), Cassata (Biskuitteig gefüllt mit Ricotta, Zucker, Schokoladenstückchen, mit Marzipan, kandierten Früchten und Zuckerguss verziert), Cannoli (ausgebackene Mürbeteigrollen, die mit süßer Ricotta gefüllt werden), oder mit Frutta Martorana (Marzipan in Form von allen erdenklichen Obst-, Gemüse- und Meeresfrüchtesorten).

Nachstehend finden Sie einige sizilianische Rezepte zur Erinnerung an Ihren Sizilien-Aufenthalt.

VORSPEISE: Caponata

(Süßsaures Gemüse)

Zutaten
6 mittelgroße Auberginen
2 Zwiebeln
2 Stangen Sellerie
4 Tomaten
200 g Oliven
3 EL Kapern
1 ½ EL Zucker
½ Glas Weinessig

Zubereitung
Die sizilianischen Auberginen in kleine Würfel schneiden, in ein Nudelsieb geben und mit Salz bestreuen. Eine Stunde „weinen“ lassen. Dann die Auberginen in heißem Olivenöl frittieren, die Auberginen herausnehmen und dasselbe Öl zum Frittieren der restlichen Zutaten benutzen. In einem breiten Topf die zwei feingeschnittenen Zwiebeln, das Herzstück der zwei Stangen abgekochten kleingeschnittenen Sellerie, 4 reife kleingeschnittene Tomaten ohne Kerne, 200 g entkernte Oliven und 3 EL Kapern anbraten. Salz hinzugeben. Diese Zutaten 15 Minuten auf dem Herd lassen und dann die Auberginen hinzugeben sowie einige Basilikumblätter. Alle Zutaten zusammen nochmals 10 Minuten kochen lassen und dabei laufend umrühren. Schließlich 1½ EL Zucker und ½ Glas Weinessig hinzufügen und noch einige Minuten auf dem Herd lassen. Kalt bzw. lauwarm servieren.

ERSTER GANG: Pasta alla Norma

(Nudeln mit Tomatensoße, frittierten Auberginen und Ricotta)

Zutaten (für 4 Personen)
400 g Pasta (am besten eignen sich Penne)
1 mittelgroße sizilianische Aubergine
½ l pürierte Tomatensauce
50 g Ricotta
Salz, Zucker, Pfeffer, Basilikum, Olivenöl

Zubereitung
Die Aubergine würfeln, mit Salz bestreuen und eine halbe Stunde „weinen“ lassen, damit die Aubergine ihre Bitterkeit und Flüssigkeit verliert. Das Gemüse in einer Pfanne in reichlich heißem Olivenöl frittieren, bis es schön knusprig ist. Die Tomatensauce aufkochen lassen und mit wenig Salz und 1 El Zucker abschmecken. In Salzwasser die Pasta bissfest kochen. Die Pasta mit der Tomatensauce, dem geriebenen Ricotta und den Auberginen vermischen und auf die Teller verteilen. Mit Basilikum verzieren.

NACHTISCH: Crema di ricotta

(Ricottacreme)

Zutaten
300 g Ricotta
150 g Zucker
1 Vanilleschote
Schokoladenraspel (nach Belieben)

Zubereitung
Ricotta mit Zucker und der Vanilleschote in einer Schüssel vermischen und über Nacht ziehen lassen. Die Masse gut verkneten und mit Schokoladenraspel vermischen. Diese Creme wird sowohl bei der Zubereitung von Cannoli als auch für Cassata benutzt.