Durch die schönsten Naturgebiete Siziliens: Die Gegend von Agrigent

Durch die schönsten Naturgebiete Siziliens: Die Gegend von Agrigent

Icon 12 Januar 2018
Icon By Ceviasi by Vivitalia Tours
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In einem fruchtbaren Gebiet auf einem Hochplateau von Sizilien, das von einer steil ansteigenden Hügelkette im Rücken geschützt und von zwei Flüssen, die sich kurz vor dem Mittelmeer vereinigten und in eine Bucht mündeten, umflossen wurde, fanden um 580 v. Chr. griechische Kolonisten aus Rhodos und Gela die idealen Voraussetzungen für die Gründung der letzten großen Koloniestadt. Von hier aus, an der Südküste, wo die Reste der großen Griechenstadt Akragas im Zusammenspiel mit einer üppigen Mandellandschaft im Vordergrund und einem unvergleichlich schönen Blick zum Meer eine natürliche Kulisse bilden, gelangt man entlang eines wildbewachsenen Dünenstreifens zum weißen Kap von Torre Salsa. Eine Kiesstraße, die von Artischocken, Thymian- und Kapernsträuchern, Tamarisken und Zwergpalmen gesäumt wird, führt zum antiken Heraclea Minoa, das sich über die weißen Klippen des Capo Bianco erhebt.

Oberhalb von Heraclea Minoa, in einer der landschaftlich reizvollsten Gegenden Südsiziliens, beherrscht die kleine Stadt Sant’Angelo Muxaro das mittlere Platani-Tal. Von einem 300 m hohen Plateau aus hat man einen weiten Blick auf die umliegenden Nachbarorte: gegenüber liegt auf einer Hochebene die Stadt San Biagio Platani, dahinter ragen die Berge von Cammarata hervor. Weit im Osten, hinter dem benachbarten Monte Castello, erscheint das Städtchen Sutera am Horizont und im Westen reicht der Blick bis zur bekannten Thermalstadt Sciacca und zum Mittelmeer.
Reizvoll ist in dieser Gegend aber nicht nur die Natur. Vor allem lohnt sich ein Besuch auf dem Hügel von Sant’Angelo Muxaro, wo aufwendige Grabkammern aus der Bronzezeit, die vollständig in den Fels gehauen sind, entdeckt wurden, während sich unter der Stadt eine mehr als 1 km lange Gipskammer hinwegzieht, die dem Bewunderer der glitzernden Gipskristalle sicher ein erblendendes Erlebnis schenken.

Durch Mandelhaine und Felsfluren, die mit wildem Fenchel, Thymian und Kapernsträuchern bewachsen sind, geht es in Serpentinen wieder hinunter ins Tal. Ein Forstweg führt durch eine malerische Landschaft: Getreidefelder, Obst- und Weingärten folgen hintereinander und wechseln in kleine Eukalyptuswälder über. Hier und da liegen vereinzelt große Gipsbrocken, die, umgeben vom Grün wildwachsender Gräser und Kräuter farblich an das malerische Landschaftsbild abgestimmt werden. Darüber liegen auf dem 468 m hohen Monte Castello die Reste der legendären Festungsburg Kamikos, die Daidalos in der Antike für den Sikanerkönig Kokalos gebaut haben soll.