Rundreise auf den Spuren der Waldenser in Kalabrien

Rundreise auf den Spuren der Waldenser in Kalabrien

Icon 23 Januar 2019
Icon By Ceviasi by Vivitalia Tours
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Ab dem Jahr 1315 bzw. im 14. Jahrhundert erfolgte in Kalabrien eine Ansiedlung der von der Inquisition geflohenen Waldenser, u. a. der Guardia Piemontese, die wegen ihres Glaubens von der katholischen Kirche  verfolgt wurde. In dem abgeschiedenen Süditalien bzw. in Guardia Piemontese, Montalto Uffugo und San Sisto, wollten die Waldenser eine neue Heimat finden, aber auch dort wurden sie verfolgt und getötet. Ein einziges Waldenserdorf, Guardia Piemontese, erinnert  heute noch an die Geschichte  und bewahrt die okzitanische Sprache,  die vor rund 500 Jahren aus dem Piemont eingeführt wurde und die noch bis heute gesprochen wird, wenn auch mit einer leicht kalabrischen Flexion. Die Gemeinde legt übrigens großen Wert auf den Erhalt der okzitanischen Sprache. Absolut empfehlenswert ist ein Besuch des „Centro di Cultura Giovan Luigi Pasquale“, bzw. des nach dem ermordeten Waldenserprediger benannte Kulturzentrums mit Bibliotek, Videoraum, Schautafeln zur Geschichte und einer alten waldensischen Küche. Der Ort Guardia Piemontese, der auch „die Wacht Piemonts“ genannt wird und der einer Festung gleicht, befindet sich auf einer Höhe von ca. 500 m und wenige Kilometer vom Meer entfernt.  Auf einer Entdeckungstour kann man  je nach Wetterlage einen Schwefelgeruch wahrnehmen, der auf die schwefelhaltigen Quellen der „Terme Luigiane“ zurück zu führen ist. Dort können die Gäste im Kurhaus der „Terme Luigiane“  von Mai bis Ende Oktober ein breites Angebot für Kurgäste genießen. Die geschichtsträchtige Region Kalabrien bezaubert die Besucher mit der Vielseitigkeit der Natur und der großartigen Gastfreundschaft seiner Bewohner.sanmarco