Kleines Lexikon der Sehenswürdigkeiten in Sizilien: Provinz Agrigent

Kleines Lexikon der Sehenswürdigkeiten in Sizilien: Provinz Agrigent

Icon 17 November 2017
Icon By Ceviasi by Vivitalia Tours
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Agrigent

Berühmte Stadt antiken Ursprungs. Auf einem steil abfallenden Plateau sieht man schon von weitem die weltberühmten griechisch-dorischen Tempel, die von der Macht und dem Reichtum Agrigents in der Antike künden. Das Tal der Tempel sowie das Archäologische Museum gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Siziliens. Eine abendliche Busrundfahrt um das beleuchtete Tempeltal wird zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Burgio

Heraclea Minoa
Heraclea Minoa

Weltberühmt ist vielleicht nicht die Ortschaft selbst, sondern ihre traditionsgebundene Keramik, die bis in das XVI. Jh. zurückreicht. Verwendet werden nur gelbe, grüne und blaue Farben. Eine weitere Besonderheit, die Burgio seit 400 Jahren besitzt, ist die Glockengießerei. Heute ist dieses vom Aussterben bedrohte Handwerk auf Sizilien einzig in der Glockengießerei von Burgio vertreten.

Heraclea Minoa

An der Südküste zwischen Sciacca und Agrigent befinden sich die Überreste der antiken Stadt Heraclea Minoa, die von den Griechen aus Selinunt im VI. Jh. v. Chr. gegründet wurde. Der Mythos verbindet diesen Ort mit dem minoischen Kreta, aus dem Daidalos vor König Minos geflüchtet sein soll. Hier entdeckte Daidalos die wohltätige Auswirkung warmer Wasserquellen auf die menschliche Gesundheit und richtete in Sciacca die ersten Thermen der Welt ein.

Die Pelagischen Inseln

Die Pelagischen Inseln
Die Pelagischen Inseln

140 km vor Sizilien liegen die drei Pelagischen Inseln (griechisch pelagos = Meer): Lampedusa und die zwei Tochterinseln Linosa und Lampione. Lampedusa ist, mit einer Erdoberfläche von ca. 20 qkm, nur 61 Meilen von der tunesischen Grenze entfernt. Der kalkhaltige Boden ist ideal für die Erhaltung seltener, endemischer Pflanzen, die sich häufig zwischen den tiefen Felsklüften entlang der Küste verstecken. Die Insel ist beliebter Durchzugsort für viele Zugvögel.

Sambuca di Sicilia

Mit seinem engen Gassenlabyrinth und typischen Innenhöfen besitzt Sambuca das besterhaltene arabische Straßensystem Siziliens. Die kleinen, ein- bis zweistöckigen Häuser im Sarazenenviertel wurden von der Gemeinde aufgekauft und restauriert. Heute dienen sie als Kulisse für Handwerksmessen und Kunstausstellungen. Oberhalb der Stadt befinden sich die Ausgrabungen von Monte Adranone, einer sikanisch-hellenistischen Stadt, die im VI. Jh. v. Chr. von selinuntinischen Kolonisten auf den Resten eines prähistorischen Dorfes gegründet wurde.

Sant’Angelo Muxaro

Auf der Spitze eines felsigen Hügels liegt einsam über dem Platani-Tal das heutige Sant’Angelo Muxaro. In der Vorgeschichte soll die günstige Lage zur Entwicklung eines einflussreichen Zentrums geführt haben. Der Mythos versetzt auf den Hügel die Residenz des sikanischen Königs Kokalos, für den Daidalos eine uneinnehmbare Festung bauen ließ. An den Hängen des Hügels ist eine Nekropole mit Felsengräbern aus dem XI.- IV. Jh. v. Chr. entdeckt worden.

Sciacca

Das rege Fischerstädtchen an der Südküste, einst von den Römern Thermae Selinuntinae genannt, ist die berühmteste Thermalstadt Siziliens. Während der arabischen Zeit stieg Sciacca (as-Saqah) zum wichtigen Agrar- und Handelszentrum Siziliens auf. Im XI Jh. ließ Roger I. die Stadt befestigen und das Kastell erbauen. Neben einem florierenden Keramikhandwerk rühmt sich die Kunststadt für außergewöhnlich kreatives Schaffen (interessant ist z. B. das Castello Incantato des zeitgenössischen Künstlers F. Bentivegna).