Kleines Lexikon der Sehenswürdigkeiten in Sizilien: Provinz Palermo

Kleines Lexikon der Sehenswürdigkeiten in Sizilien: Provinz Palermo

Icon 20 Oktober 2017
Icon By Ceviasi by Vivitalia Tours
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Palermo

Die Hauptstadt Siziliens ist besonders reich an Zeugnissen der Völker aus den verschiedenen Epochen, die im Verlauf der Jahrhunderte über die Stadt herrschten. Eine Stadtrundfahrt führt zur Kathedrale mit dem Grab Friedrichs II., zum Normannenpalast (heute Sitz des Landesparlaments) mit der Cappella Palatina, zur Kirche San Giovanni degli Eremiti, zur Kirche der La Martorana und zu der schönen Brunnenanlage auf der Piazza Pretoria. Ein Spaziergang über einen der arabisch anmutenden Märkte (z. B. Vucciria oder Capo – nur wochentags) und/oder eine Panoramafahrt auf den Monte Pellegrino, dem Wahrzeichen Palermos, mit Besuch der Wallfahrtskirche Santa Rosalia, Schutzpatronin der Stadt, oder nach Mondello liefern einen ersten Eindruck von Palermo.

Cefalù

Cefalù
Cefalù

Cefalù, charakteristisch am Fuße eines Felsens gelegen, ist einer der bedeutendsten Badeorte an der Nordküste Siziliens. Mit den idyllischen Gassen, den typischen Häusern und den Sehenswürdigkeiten der arabisch-normannischen Epoche zählt Cefalù zweifellos zu den schönsten Städten Siziliens. Besonders sehenswert ist der Normannendom mit den herrlichen, byzantinischen Goldmosaiken und die arabische Waschanlage.

Monreale

Dieses auf dem Monte Caputo gelegene Städtchen ist durch seinen Normannendom mit den herrlichen, byzantinischen Goldmosaiken und den Benediktinerkreuzgang weltberühmt. Die fast mystische Raumwirkung des Kirchenschiffs und der einzigartige Glanz der über 6000 qm goldenen Mosaikfläche wirken auf den Besucher geradezu überwältigend.

Piana degli Albanesi

Piana degli Albanesi
Piana degli Albanesi

Zirka 25 km südlich von Palermo liegt Piana degli Albanesi, die wichtigste der vier albanischen Kolonien, die sich Ende des XV. Jh. in Westsizilien angesiedelt haben, bzw. Piana degli Albanesi, Contessa Entellina, Mezzojuso und Palazzo Adriano bewahren bis heute die albanische Sprache und die katholische Religion nach griechisch-byzantinischem Ritus. Traditionelle Höhepunkte sind Kirchenfeste wie das Dreikönigsfest, Ostern sowie Taufen und Hochzeiten, anlässlich deren kostbare Trachtenkostüme getragen und antike religiöse Bräuche und Zeremonien vollzogen werden.

Ustica

Eine weitere Insel ist – geologisch gesehen – dem Äolischen Archipel zuzuschreiben: 57 km nordwestlich von Palermo gelegen und mit einer Vergangenheit als Piratenzufluchtsort führt Ustica noch heute eine eigenständige Existenz als Paradies für Aussteiger und Taucher. Hier findet jährlich ein internationales Treffen von Unterwasserjägern und Tauchern statt.

Palazzo Adriano

Der Kern dieses malerischen Dorfes wurde Ende des XV. Jh. von einer Kolonie griechisch-albanischer Flüchtlinge gegründet. Mittelpunkt der Ortschaft ist der zentrale Platz Umberto I, einst Piazza Grande genannt. Interessant sind die beiden Hauptkirchen – die byzantinische Mutterkirche S. Maria Assunta und die lateinische Kirche S. Maria del Lume. Der sizilianische Regisseur Giuseppe Tornatore wählte Palazzo Adriano 1990 als Drehort des Films Nuovo Cinema Paradiso.