Rundreise Apulien und Basilikata

AUF DEN SPUREN VON FRIEDRICH II IN APULIEN UND BASILIKATA

Rundreise 10 Tage – 9 Übernachtungen

1. Tag: Ankunft
Ankunft am Flughafen Bari oder Brindisi und Empfang durch die Reiseleitung und Transfer zum Hotel im Raum Brindisi bzw. Mesagne. Check-In, Begrüßungscocktail, Abendessen und Übernachtung.

Castel del Monte
Castel del Monte

2. Tag: Lecce – Otranto
Fahrt nach Lecce, eine der interessantesten Barockstädte Süditaliens. Eine reiche Dekoration aus dem lokalen, gelben Kalkstein von Lecce charakterisiert zahlreiche Gebäude der apulischen Provinzhauptstadt, die auch Florenz des Südens genannt wird. Besonders geprägt vom Stil des großen Barockmeisters Giuseppe Zimbalo ( auch Lo Zingarello genannt) sind der Bischofspalast und der Dom, die Basilika S. Croce, die Kirche SS. Nicolò e Cataldo, die Piazza Sant’Oronzo sowie die Chiesa del Rosario. Die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten aus der Antike wie z.B. die Säule von Sant’Oronzo und das römische Amphitheater aus dem I. Jh. v.Chr. Weiterfahrt nach Otranto mit dem südlichsten Hafen Apuliens. Typisch apulisches Mittagessen mit Landwein. Besichtigung der Kathedrale mit dem großflächigen Fußbodenmosaik und der Krypta sowie der interessanten byzantinischen Petruskirche. Außenbesichtigung des Schlosses und Freizeit zum individuellen Spaziergang am Meer. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Brindisi – Oria
Fahrt nach Brindisi und Besichtigung der Hafenstadt, die erst unter normannisch und staufischer Herrschaft – vor allem unter Friedrich II – eine positive Wende erlebte. Brindisi entwickelte sich zum wichtigsten und größten Kreuzfahrerhafen Süditaliens. Zeuge der Präsenz Friedrich II in Brindisi ist vor allem das Castello Svevo. Diese imposante Festung wird heute von der italienischen Marine genutzt, und daher sind während einer Besichtigung einige Einschränkungen zu beachten. Spaziergang durch die historische Innenstadt und Besichtigung des Doms, ebenfalls aus dem 11. Jh. Hier heiratete Friedrich II seine zweite Frau, Jolanda von Brienne, Erbin des Königreichs Jerusalem . Leider wurde dieser Dom nach dem Erdbeben im Barockstil wieder aufgebaut, sodass nur noch wenige stilistische Elemente der Staufer zu sehen sind. Weiterfahrt nach Oria, eine idyllische, lebendige Kleinstadt, die von einem imposanten Kastell überragt wird. Dieses Kastell wurde u. A. im 11 Jh. als Befestigungsanlage von den Normannen genutzt und später unter der Herrschaft der Staufer aus- und umgebaut. Obwohl nach den Staufern viele andere Herrscher Oria erober-ten und dadurch die Festung oft umgebaut und erweitert wurde, kann man noch heute anhand der Torre Quadrata die Einflüsse Friedrich II erken-nen. Zum Ausklang des Tages Kostprobe der typischen Bocconotti –Mürbeteig mit verschiedenen Füllungen – in einer bekannten Pasticceria. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Unser Tipp
Besichtigung des Teatro Verdi in Brindisi. Weltweit ist dies das einzige Theater, das über einer Archäologischen Zone erbaut wurde.

Trani
Trani

4. Tag: Ostuni – Gioia del Colle – Ruvo di Puglia
Besichtigung des malerisch gelegenen Ostuni, die berühmte Weiße Stadt. Besuch der gotischen Kathedrale mit der interessanten spätgotischen Fassade und des entzückenden mittelalterlichen Stadtviertels. Freizeit und individuelle Erkundung des Ortes. Weiterfahrt nach Gioia del Colle und Besichtigung des Stauferkastells, das sich inmitten des historischen Zentrums befindet. Friedrich II ließ diese majestätische Festung im Jahre 1230 erbauen, und der Legende nach soll der Stauferkaiser seine geliebte Bianca Lancia dort eingekerkert haben.

5. Tag: Bari – Bitonto – Gravina in Puglia
Beginn der Stadtbesichtigung von Bari, Provinzhauptstadt der Region Apulien. Der Hafen, das Tor zum Orient, ist ein wichtiger Umschlagplatz von Waren aus dem Mittelmeerraum. Rundgang und Besichtigung des Altstadtkerns, um den sich drei sehenswerte romanische Kirchen gruppieren: die Kathedrale, die Kirche San Nicola und die reizvolle Kirche San Gregorio. Im Westen der Stadt erhebt sich majestätisch das Kastell, eine byzantinischnormannische Gründung mit Erweiterungen durch Friedrich II. Nach der Besichtigung der damaligen Wehranlage von Friedrich II Weiterfahrt nach Bitonto und Spaziergang durch die historische Innenstadt. Besonders sehenswert sind ein Turm aus dem 14. Jh., mehrere Paläste mit sehr schönen Fassaden und die großartige Kathedrale aus dem XIII. Jh. mit ihrer prachtvollen Fassade im apulisch-romanischen Stil sowie die atemberaubende Krypta, die von 30 Säulen getragen wird. Weiterfahrt in die Höhlenstadt Gravina di Puglia. Die Altstadt liegt am Rand einer tiefen Klamm, die der Fluss in das Kalkgestein der Hochebene gegraben hat. Besichtigung einer der in die Felswände gehauenen Kirchen, S. Maria degli Angeli und/oder Madonna della Stella. Zum Abschluss Weiterfahrt nach Gravina in Puglia und Besichtigung des Schlosses, das Friedrich II als Residenz für seine Jagdzüge erbauen ließ. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

6. Tag: Melfi – Lagopesole
Fahrt nach Melfi, einem charakteristischen mittelalterlichen Städtchen, das von einem imposanten Kastell überragt wird und von Friedrich II als Sommerresidenz erwählt wurde. Es besteht die Möglichkeit, das archäologische Museum, das im Kastell untergebracht ist, zu besichtigen. Als Ausstellungsstück ist ein Sarkophag mit der Liegefigur einer unbekannten Verstorbenen besonders interessant. Spaziergang durch die historische Innenstadt und Halt an der Porta Venosa, Stadttor aus der Zeit von Friedrich II sowie am Palazzo del Vescovato. Besichtigung des Doms mit dem 49 m hohen Campanile und der prächtigen Barockfassade. Weiterfahrt nach Lagopesole und Besichtigung des imposanten Jagdschlosses, das lt. urkundlicher Erwähnung zwischen den Jahren 1242 und 1250 auf Wunsch Friedrichs II. errichtet wurde. Vom großen Eingangshof gelangt man in das Kastell und in die Kirche. Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung zur Falkenjagd und in der oberen Etage führt der Gang vermutlich in die Schlafzimmer des Königs. Besonders interessant ist ein Fenster, das sich im Gang befindet, durch das man in die Kapelle blicken kann sowie eine wunderschöne Holzbal-kenkonstruktion im großen Saal. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Melfi
Melfi

7. Tag: Castel del Monte – Trani – Barletta
Fahrt zum berühmten und rätselhaften Bau von Friedrich II Castel del Monte. Die fehlende Ausstattung von Verteidigungsanlagen deuten auf die private sowie repräsentative Nutzung des Schlosses. Es wird vor allem vermutet, dass es sich hierbei um ein Jagdschloss handelt, denn es verfügt über ein abgedunkeltes Geschoss, der höchstwahrscheinlich für die Falkenzucht genutzt wurde. Hierzu findet man Beschreibungen im Buch von Friedrich II zur Falkenjagd. In der Architektonik widerspiegelt dieser achteckige Bau – Lt. des deutschen Historikers Wolfgang Stürner – die Persönlichkeit Friedrichs II: majestätisch, klar, einfach und harmonisch. Weiterfahrt nach Trani, dem antiken Turenum. Besichtigung der schönsten romanischen Kathedrale Apuliens und des Stauferkastells, das ca. im Jahre 1230 unter Friedrich II als Festungsanlage erbaut, doch seitens des Bauherrn wenig genutzt wurde. Weiterfahrt nach Barletta. Mittelpunkt der lebhaften Hafenstadt an der Adria bildet die Kirche San Sepolcro aus dem XIII. Jh., ein frühgotischer Bau nach burgundischem Vorbild, der einen reichen Kirchenschatz bewahrt. Vor der Kirche steht der bedeutendste Koloss der Antike – die über 5 m hohe Bronzestatue eines byzantinischen Kaisers – die im XIII. Jh. von den Venezianern von Konstantinopel nach Italien gebracht wurde. Besichtigung des Stauferkastells, das auf einer normannischen Anlage erbaut wurde. Dieses Schloss ist Beweis wichtiger politischer Maßnahmen von Friedrich II, denn es war Ausgangspunkt des Kreuzzuges und hier ernannte er seinen Sohn Manfredi als Thronfolger seines Reiches. Besonders sehenswert ist im Innenhof die Figur eines Adlers mit einem Hasen in den Klauen – sehr repräsentativ für die Stauferzeit – . Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

8. Tag: Castel Pagano – Monte Sant’Angelo – Vieste
Fahrt in Richtung Apricena und Besichtigung der Ruinen der Domus Precina – Winterresidenz und Jagdschloss – von Friedrich II. Weiterfahrt nach Monte Sant‘ Angelo und Besuch der dem Erzengel Michael geweihten Höhlenkirche mit der Michaelsgrotte und dem Rothari-Grab. Spaziergang durch die mittelalterliche Innenstadt und im Anschluss Besuch des Schlosses. Diese Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte so oft umgebaut und erweitert, dass die ursprüngliche Festung nicht mehr rekonstruiert werden kann. Auch hier nahm Friedrich II intensive Umbaumaßnahmen vor, und es heißt, er habe eine Zeitlang mit seiner geliebten Bianca im Schloss gelebt. Weiterfahrt durch die Foresta Umbra (Waldgebiet) nach Vieste und Spaziergang durch das hübsche Fischerstädtchen. Besichtigung des Schlosses, das Friedrich II im Jahre 1240 errichten ließ. Bei gutem Wetter kann eine Bootsfahrt zu den Meeresgrotten organisiert werden. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

9. Tag: Foggia – Lucera – Castel Fiorentino
Fahrt nach Foggia. Diese Stadt liegt in einer Ebene im Herzen des Tafelgebirges und wirkt relativ modern. Im Jahre 1223 ernannte Friedrich II Foggia zur Hauptstadt seines Südreiches. Doch leider ist aus dieser Zeit sehr wenig vorhanden, denn Erdbeben und Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg haben die Altstadt nahezu vollständig zerstört. Die ab 1170 errichtete und nach dem Erdbeben wieder aufgebaute Kathedrale hat ihre schöne romanische Fassade mit den unterschiedlichen Fensteröffnungen zum grössten Teil bewahrt. Bemerkenswert sind auch die Kirche del Calvario, auch delle Croci genannt (1697–1740), die von fünf überkuppelten Kapellen umgeben ist, sowie die Kirche S. Giovanni Battista. Nach der Besichtigung von Foggia Weiterfahrt nach Lucera. Diese Kleinstadt befindet sich auf der kargen Hochebene des Tavoliere di Foggia. Die einst blühende römische Kolonie wurde unter der Herrschaft der Staufer ein wichtiges Zentrum, denn als Friedrich II Foggia zu seiner Residenzhauptstadt ernannte, ließ er ebenfalls die Festung in Lucera erbauen, diese Festung – allein schon wegen der Lage – bot so viel Schutz, dass hier der Reichsschatz von Friedrichs II aufgehoben wurde. Nach der Besichtigung der Festung Spaziergang durch die historische Innenstadt von Lucera und Besichtigung der Kathedrale S. Maria Assunta, einer der wenigen gotischen Kirchenbauten Süditaliens. Fahrt nach Castel Fiorentino und kurzer Halt an den Ruinen eines Schlosses – Sterbeort von Friedrich II – . Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

10. Tag: Heimreise
Frühstück im Hotel. Transfer zum Flughafen Bari oder Heimreise.