Rundreise Basilikata und Kalabrien

Diese Reise beginnt mit der Besichtigung der kleinsten Region Süditaliens bzw. der Basilikata. Im Altertum war diese Region unter dem Namen Lukania bekannt und wurde erst nach der normannischen Eroberung als Basilikata bezeichnet. Die Einwohner werden heute noch Lukaner genannt (Unter Mussolinis Diktatur erhielt diese Region wieder den Namen Lucania). Vielfältig im Landschaftsbild erstreckt sich diese wunderschöne Region vom Naturpark Parco Nazionale del Pollino in der südlichen Basilikata bis zu den Lukanischen Dolomiten und weiter bis ins Landesinnere bei Melfi (nördliche Basilikata). Diese Region wurde erst seit wenigen Jahren als Urlaubsziel für Italienliebhaber entdeckt und bietet eine noch intakte Tier- und Pflanzenwelt sowie antike Traditionen, die mit der Liebe der Einwohner zur Heimatregion verbunden sind. In der Basilikata gibt es zwei kleine Küstenabschnitte – Juwele im Mittelmeer – , der eine am Tyrrhenischen – und der andere am Ionischen Meer. Die Nachbarregion Kalabrien dagegen zählt eine 800 km lange Küstenlinie und erstreckt sich vom legendären Sybaris (nördliches Kalabrien) bis nach Reggio Calabria (südliches Kalabrien). Die verschiedenen Landschaftsbilder, von der bezaubernden Costa dei Cedri bis zum Sila-Gebirge und weiter in Richtung Süden zum Aspromonte bis zum Küstenabschnitt zwischen Tropea und Scilla, geben Kalabrien die besondere Note. Im Altertum war Kalabrien ein wichtiges Machtzentrum der Magna Grecia. Heute hat sich diese faszinierende Region zum Urlaubsparadies, aber auch zum Zielgebiet für Gäste, die an Kunst, Geschichte und Archäologie interessiert sind, entwickelt. Nicht zu versäumen ist ein Besuch des Archäologischen Museums mit den weltberühmten Bronzefiguren von Riace, die in den 70-er Jahren vor der Küste Kalabriens gefunden wurden.

ENTDECKUNGSTOUR: BASILIKATA UND KALABRIEN

Rundreise 11 Tage – 10 Übernachtungen

1. Tag: Ankunft
Ankunft am Flughafen Bari und Transfer zum Hotel in Matera. Check-In, Begrüßungscocktail, Abendessen und Übernachtung.

Parco della Murgia
Parco della Murgia

2. Tag: Matera – Parco della Murgia
Fahrt zur malerischen Felsenstadt Matera. Berühmt ist die Altstadt für die terrassenartig im ockerfarbenen Kalktuff herausgearbeiteten Höhlenwohnungen, die Sassi (Höhlenbezirke), die sich auf zwei Schluchten – den Sasso Caveoso und den Sasso Barisano – verteilen. Ursprünglich dienten diese Höhlen als Zufluchtsort für Mönche aus Ostanatolien. So entstanden ab dem VIII. Jh. zahlreiche, in den Fels gehauene Klöster, Kirchen und Behausungen, die bis in die 50-er Jahre hinein bewohnt waren, als die in Armut geratene Bevölkerung umgesiedelt wurde. Besichtigung der zwei bedeutendsten Kirchen der Gegend: San Pietro Caveoso und die am Felsgipfel gelegene Höhlenkirche Santa Maria de Idris. Mittagessen in einem Restaurant mit Blick auf die Höhlenwohnungen. Weiterfahrt durch den Parco della Murgia Materana. Unter Murgia versteht man allgemein ein ausgedehntes Kalksteinplateau, das sich vor Urzeiten aus dem Meer gehoben hat. Die Besonderheit dieser Murgia ist, dass es sich um ein sehr festes und nicht brüchiges Gestein handelt, sodass die Wohnhöhlen schon seit Jahrhunderten stabil sind. Ebenfalls spektakulär sind die durch die Wettereinflüsse entstandenen Canyons. Besichtigung der in die Grotten gegrabenen Kirchen La Cripta dei 100 Santi, dessen Bildnisse aus dem 8. bis zum 10. Jahrhundert stammen. Die Bilder stellen Szenen aus der Genesis und dem Sündenfall Adam und Eva dar. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Melfi – Venosa
Fahrt nach Melfi, einem charakteristischen mittelalterlichen Städtchen, das von einem imposanten Kastell überragt wird und von Friedrich II als Sommerresidenz erwählt wurde. Möglichkeit, das archäologische Museum, das im Kastell untergebracht ist, zu besichtigen. Als Ausstellungsstück ist ein Sarkophag mit der Liegefigur einer unbekannten Verstorbenen besonders interessant. Spaziergang durch die historische Innenstadt und Halt an der Porta Venosa und am Palazzo del Vescovato. Besichtigung des Doms mit dem 49 m hohen Campanile und der prächtigen Barockfassade. Weiterfahrt nach Venosa. Unter der römischen Herrschaft gehörte diese Stadt zu den 20 wichtigsten Städten Italiens. Spaziergang zur Piazza Umberto und zur Kathedrale sowie zu den Grundmauern des angeblichen Geburtshauses von Horaz. In der archäologischen Zone können die Reste der Thermen, des Amphitheaters und des Baptisteriums sowie die Kirche Santa Trinità besichtigt werden. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

5. Tag: Lagopesole
Fahrt nach Lagopesole und Besichtigung des imposanten Jagdschlosses, das lt. urkundlicher Erwähnung zwischen den Jahren 1242 und 1250 auf Wunsch Friedrichs II. errichtet wurde. Vom großen Eingangshof gelangt man in das Kastell und in die Kirche. Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung zur Falkenjagd und in der oberen Etage führt der Gang vermutlich in die Schlafzimmer des Königs. Besonders interessant ist ein Fenster, das sich im Gang befindet, durch das man in die Kapelle blicken kann sowie eine wunderschöne Holzbalkenkonstruktion im großen Saal. Rückfahrt zum Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Abendessen und Übernachtung.

Lukanische Dolomiten
Lukanische Dolomiten

6. Tag: Parco Nazionale del Pollino – Maratea – Kalabrien bzw. Belvedere Marettimo
Fahrt in den Parco Nazionale del Pollino, der mit 2000 km² der größte Nationalpark Italiens ist und der 1993 zum Naturschutzgebiet ernannt wurde. Der Park erstreckt sich vom Tyrrhenischen bis zum Ionischen Meer. Teile dieses Naturschutzgebietes umfassen auch die Nachbarregion Kalabrien. Der Park bietet eine atemberaubende Naturkulisse zwischen einer unberührten Bergwelt, Wäldern und Flüssen. Wahrzeichen des Schutzgebietes ist die Panzerkiefer, die 8 bis 20 m hoch sind und bis zu 1000 Jahre alt wird. Außerdem ist der Pollino-Park ein Zuhause für Rehe, Wildschweine, Wölfe und Otter. Besuch des Städtchens Orsomarso und/ oder kleine Wanderung in der Natur. Weiterfahrt nach Maratea, ein kleines Juwel am Tyrrhenischen Meer mit eindrucksvoller Bergkulisse. Dieser Badeort wird von einer riesigen Christusstatue überragt, und die kurvige Auffahrt dahin belohnt den Besucher mit einem unvergesslichen Ausblick auf die felsige Küste und die steilen Abhänge. Weiterfahrt zum Hotel im Raum Costa dei Cedri, Abendessen und Übernachtung.

7. Tag: Cosenza – Sila Grande
Fahrt nach Cosenza und Halbtagesführung durch die Alt- und Neustadt. Cosenza ist Provinzhauptstadt und Sitz eines Erzbischofs. Aufstieg zum Kastell, von wo man eine gute Sicht auf die ganze Stadt hat. Besuch der frühgotischen Kathedrale, wo der Stauferkönig Heinrich VII. und Isabella von Aragon begraben wurden. Weiterfahrt zum Sila-Gebirge, einem Naturschutzpark mit dem ausgedehntesten Waldgebiet Süditaliens auf einer Hochebene von 1200-1400 m. Gelegenheit zum Picknick im Naturschutzgebiet. Besuch eines biologischem Betriebes, der u.A. in der Zucht von Schweinen, Kühen und Ziegen tätig ist. Aus der Milch werden Käseprodukte und aus dem Schweinefleisch landestypische Wurstwaren hergestellt. Nach der Besichtigung Kostprobe der typischen würzigen Sila-Produkte. Weiterfahrt zum Hotel im Raum Tropea Check-In, Abendessen und Übernachtung.

8. Tag: Pizzo – Tropea – Capo Vaticano
Fahrt nach Pizzo – eine kleine mittelalterliche Stadt – die von einer Burg aus der Anjou-Zeit überragt wird. Spaziergang entlang der Piazza della Repubblica und kurzer Besuch der barocken Kirche San Giorgio. Sehenswert ist die suggestive Felsenkirche Piedigrotta mit den interessanten Tuffsteinfiguren. Rückfahrt nach Tropea und Besichtigung des malerischen Städtchens. Spaziergang entlang der schmalen Gassen bis zur Piazza Ercole, wo sich das Gebäude Il Sedile dei Nobili aus dem 18. Jh. befindet. Besichtigung der Kathedrale, in der das Gemälde der Madonna di Romania bewundert werden kann. Zeit zur freien Verfügung. Panoramafahrt entlang der Küste mit ihren langen Sandstränden nach Capo Vaticano. Freizeit zum Spaziergang durch den hübschen Ort und bei gutem Wetter Gelegenheit zum Baden. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

9. Tag: Gerace – Locri
Fahrt nach Gerace, eines der schönsten Dörfer Italiens. Die griechische Gründung war die erste Stadt der Magna Grecia mit schriftlichem Rechtskodex. Dieser kleine Ort erlebte seine Blütezeit unter der Herrschaft der Normannen. In Gerace wird noch heute Keramik nach alter Tradition hergestellt. Im unteren Teil der Stadt ist die byzantinische Kirche Santa Maria del Mastro besonders sehenswert. Spaziergang durch den pittoresken Ort und Besuch des normannischen Doms von Gerace, der größte Dom Kalabriens von enormer Bedeutung für die Stadtgeschichte, da er die Kontinuität zwischen dem antiken Lokroi und dem mittelalterlichen Gerace bewahrt hat. Weiterfahrt nach Locri und Besuch des archäologischen Parks, der sich zwischen Meer, Feldern und Olivenhainen befindet. Besonders sehenswert sind die Mauerreste des ionischen Tempels Marasà und die Säulenhalle des Hafens. Anhand der freigelegenen Mauerreste konnte man erschließen, dass eine 7 km lange Mauer die Stadt umgab. Ebenfalls interessant sind die Fundamente des griechischen Theaters. Auf der Rückfahrt zum Hotel Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes. Nach einer Öl- und Weinprobe Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

10. Tag: Reggio di Calabria – Scilla
Fahrt nach Reggio di Calabria und Besichtigung des Archäologischen Museums mit den berühmten Bronzefiguren von Riace. Gelegenheit zum individuellen Spaziergang auf dem Lungomare Matteotti, der Flaniermeile der Stadt. Besuch einer Bergamotteria im Stadtzentrum. Dort werden Liköre, Tee, Marmeladen usw. angeboten, die aus dem im Ort angebauten Bergamotten hergestellt werden. Weiterfahrt zu dem Fischerdörfchen Scilla mit seinem aus Homers Odyssee berühmten Felsen. Besuch des reizvollen Ortes hoch über dem Meer und Freizeit. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

11. Tag: Heimreise
Frühstück im Hotel. Transfer zum Flughafen Lamezia Terme und Heimreise.