Rundreise Mittelitalien

Der Ursprung der Etrusker, die sich in Sprache, Religion und Lebensformen von den übrigen Bewohnern Italiens unterscheiden, ist auch heute noch umstritten. Einerseits werden in ihnen Angehörige der mediterranen Bevölkerung gesehen, die vor dem Eindringen der Indogermanen in Italien ansässig waren, andererseits wird angenommen, die Etrusker seien in verschiedenen Wellen von Kleinasien her zu See nach Etrurien gekommen. Das Interessante der neueren Forschung richtet sich nicht so sehr auf die Herkunft der Einwanderer, da diese nur einen Teil der Gruppe bildeten, aus denen sich das Volk der Etrusker zusammensetzte und schließlich zur kulturellen Blüte gelangte, sondern mehr auf die Kultur der Etrusker.

AUF DEN SPUREN DER ETRUSKER IN MITTELITALIEN

Flugreise 8 Tage / 7 Übernachtungen

1. Tag: Ankunft
Ankunft am Flughafen Rom und Empfang durch die Reiseleitung. Transfer zum Hotel im Raum Viterbo, Check-In, Begrüßungscocktail, Abendessen und Übernachtung.

2. Tag: Grosseto – Roselle – Vetulonia
Besichtigung von Grosseto, Hauptstadt der Maremma, die sich im Schwemmland des Flusses Ombrone befindet. Heute gehört Grosseto zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Zentren der Toskana. Die Altstadt ist von einer in rotem Backstein gebauten Stadtmauer umgeben. Besonders sehenswert ist die Piazza Dante, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten umfasst: der Duomo San Lorenzo mit seiner Fassade im Sieneser Stil, der Palazzo Comunale – im Florentiner Stil errichtet – sowie der Palazzo della Provincia. Weiterfahrt nach Roselle – die ehemalige etruskische Stadt Ruselle – die heute die interessantesten Ausgrabungen der Toskana bietet. Besichtigung der Stadtmauer mit den 6 Toren, des teils noch erhaltenen Amphitheaters und einer Thermalanlage. Auf der Rückfahrt zum Hotel Halt im kleinen Bergdorf etruskischer Abstammung Vetulonia, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht auf Pinienwälder und die immer grüne Macchia genießen kann. Besuch der etruskischen Mauer und der archäologischen Zone. Rückfahrt zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Norchia – Tuscania
Fahrt nach Norchia und Besichtigung der bedeutendsten, im IV. Jh. v. Chr. entstandenen, großartigen Grabanlagen Etruriens. Die prunkvollen Grabfassaden bezeugen noch heute den Wohlstand der Verstorbenen. Das etruskische Tuscania entstand bereits im VII. Jh. v. Chr. Die reichen Nekropolen wurden teils geplündert , sodass den Archäologen leider nicht viel Material zur Verfügung stand, um die notwendigen Studien durchzuführen. Heute weiß man wenig von dieser damaligen wichtigen etruskischen Stadt. Sehenswert ist das mittelalterliche Zentrum, die karolingische Kirche San Pietro. Im Anschluss Besichtigung der romanischen Kathedrale Santa Maria Maggiore. Trotz eines gewaltigen Erdbebens im Jahre 1971 ist die historische Innenstadt recht verschont geblieben. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

4. Tag: Tarquinia – Vulci
Besuch von Tarquinia. Das antike Tarchna hatte im etruskischen Städtebund wegen seiner Handelsmacht und seines Reichtums eine herausragende Position. Funde aus der Umgebung und der Stadt reichen bis in das IX. Jh. v. Chr. zurück. Selbst die Römer waren beeindruckt von der Stadtanlage und ihrem Wohlstand. Die Schätze im Nationalmuseum – im Palazzo Vitelleschi -, das bedeutendste Areal der etruskischen Totenstadt, und die außerhalb der mittelalterlichen Stadt gelegene romanische Kirche S. Maria di Castello sind einen Besuch wert. Fahrt nach Vulci, einer der mächtigsten Städte Etruriens und berühmtes Zentrum der Bronzeindustrie. Die Stadt wurde 280 v. Chr. von den Römern erobert. Nur noch die Nekropolen mit ihren verschiedenartigen Grabtypen und die im Kastell aufbewahrten Funde zeugen von der einstigen Größe Vulcis. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Orvieto
Orvieto

5. Tag: Cerveteri – Sutri
Fahrt in die bedeutende etruskische Stadt Cerveteri. Die Nekropolen mit ihrer beeindruckenden architektonischen Vielfalt lassen die einstige Größe Cerveteris ahnen. Weiterfahrt nach Sutri, einer auf einem Tuffsteinplateau gelegenen Stadt. Sutri ist eine der ältesten Städte Latiums und war für Etrurien im Kampf gegen Rom von erheblicher strategischer Bedeutung. Sieger blieben nach langem Kampf auch hier die Römer. Sehenswert ist das Amphitheater und das ehemalige Mithräum aus dem III. Jh. v. Chr. (ursprünglich wohl eine etruskische Grabanlage), und heute in die Felsenkirche Madonna del Parto umgewandelt. Spuren frühester Wandmalereien aus dem VI. – XV. Jh. sind noch zu erkennen. Zentrum des mittelalterlichen Sutri ist der Dom, der im IV. Jh. gegründet wurde. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

6. Tag: Viterbo – Sovana
Fahrt nach Viterbo, nach Rom die wichtigste Stadt Latiums. Spaziergang durch das San Pellegrino-Viertel und Besuch des Doms und des Palazzo Papale. Ebenfalls sehenswert sind die Brunnen, die wunderschönen Patrizierpaläste und vor allem auch die Vielfalt der romanischen Kirchen. Faszinierend ist auch die Einkaufsstraße Via Saffi – Corso Italia mit ihren historischen Cafés, Restaurants und Geschäften. Fahrt nach Sovana und Besichtigung der Tomba Ildebranda, das einzig erhaltene Exemplar eines etruskischen Tempelgrabes. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

7. Tag: Orvieto – Bolsenasee
Fahrt nach Orvieto. Spaziergang zum Brunnen San Patrizio. Besonders sehenswert ist für Kunstinteressenten die berühmte Cappella Nuova mit dem großen Freskenzyklus von Luca Signorelli zum Thema der Geschichte des Antichristen – Das Ende der Welt – oder Die vier letzten Dinge: Tod, Gericht, Hölle und Himmel. Weinprobe und Imbiss in einem Tuffsteinkeller (die Temperaturen liegen hier sowohl im Winter als auch im Sommer bei 14 Grad!). Weiterfahrt zum Bolsenasee und evtl. fakultativ Rundfahrt mit dem Boot. Anschließend Freizeit zum individuellen Spaziergang. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

8. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück Heimreise.