Rundreise Umbrien

Südlich der Toskana zwischen dem Appenin und dem Tyrrhenischen Meer liegt das grüne Herz Italiens, die hügelige Region Umbrien, die bei Feinschmeckern als Heimat des schwarzen Trüffels und für besonders gutes Olivenöl bekannt ist. Die Region, die reich an Naturschönheiten und Kunstdenkmälern ist, blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Im Archäologischen Museum von Perugia sind Fundstücke aus der Steinzeit zu besichtigen, während im Stadtmuseum von Gubbio sieben Bronzetafeln, die sogenannten Eugunubischen Tafeln, von der umbrischen Kultur Zeugnis ablegen. Hier, wo sich mittelalterliche Stadtbilder mit malerischen Bergdörfchen und verborgen gelegenen romanischen Kirchen mit wuchtigen Domen abwechseln, haben sich menschlicher Kunstsinn und Landschaft zu seltener Harmonie vereint.

UMBRIEN – DAS GRÜNE HERZ ITALIENS –

Bus- oder Flugreise 7 Tage / 6 Übernachtungen

1. Tag: Ankunft
Ankunft mit eigenem Bus in oder im Raum Perugia oder per Flug (z.B. in Florenz). Check-In, Begrüßungscoktail, Abendessen und Übernachtung.

Assisi
Assisi

2. Tag: Gubbio – Assisi
Fahrt nach Gubbio in Nordumbrien, und Besichtigung der schönen mittelalterlichen Stadt. Besuch der Kirche San Francesco und des Doms. Spaziergang zum Palazzo dei Consoli an der Piazza della Signoria. Auf einem kleinen Platz befindet sich der Brunnen Fontana dei Matti, von dem es heißt, dass jeder, der ihn dreimal umschreitet, dem Wahnsinn verfällt. Weiterfahrt nach Assisi. Die Stadt verdankt ihren Ruhm dem hl. Franziskus, der als Sohn eines reichen Kaufmanns und der hl. Klara, die sich dem heiligen Franziskus angeschlossen und den Orden der Klarissinnen gegründet hatte. Wegen des wohlerhaltenen mittelalterlichen Stadtbildes und der bedeutenden Kunstschätze ist Assisi eine Schönheit ersten Ranges. Die Stadt gehört seit dem Jahr 2000 zu UNESCO. Besondere Achtung gebührt der Basilika mit dem Grab des heiligen Stadtpatrons, dem berühmten Freskenzyklus von Giotto und den Wandmalereien von Cimabue mit Szenen aus dem Leben des Heiligen. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Orvieto – Todi
Fahrt nach Orvieto. Besuch des Doms mit seiner herrlichen Fassade und den prachtvollen Freskenzyklen von Luca Signorelli. Spaziergang zum Brunnen San Patrizio. Besonders sehenswert ist für Kunstinteressenten die berühmte Cappella Nuova mit dem großen Freskenzyklus Luca Signorellis zum Thema der Geschichte des Antichristen – Das Ende der Welt – oder Die vier letzten Dinge: Tod, Gericht, Hölle und Himmel. Fakultativ Weinprobe und Imbiss in einem Tuffsteinkeller (die Temperaturen liegen hier sowohl im Winter als auch im Sommer bei 14 Grad!). Der Orvieto Secco, ein bekannter Weißwein, erreicht in den Tuffsteinkellern unter der Stadt köstliche Reife. Weiterfahrt in das typisch umbrische Städtchen Todi, das sich in herrlicher Lage im oberen Tibertal befindet. Beeindruckend ist die Piazza del Popolo mit ihren wuchtigen Palästen und einer der Hauptwerke der Renaissance, die Wallfahrtskirche S. Maria della Consolazione. Dieser Bau gehört zu den wenigen, in denen sich die Idealformen der Renaissance befinden. Zum Abschluss des Tages Besichtigung des Doms. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Unser Tipp für Feinschmecker

Bevagna
In der Piazza Onofrio befindet sich ein Wahrzeichen der umbrischen Gastronomie. Außer einer großen Auswahl von lukullischen Spezialitäten bietet dieses typische Lokal die Möglichkeit, eine Öl- und/oder Weinprobe mit hervorragenden Produkten der Region Umbrien zu organisieren.

Montefalco
– Unser Tipp für Reisen im Oktober: Im Herbst lohnt sich eine gastronomische Schnupperreise, z.B. in der Zeit des berühmten Weinfestes Festa dell’Uva in Montefalco.
– Kulinarische Köstlichkeiten mit hervorragendem Wein in einem bekannten Weinkeller inkl. Besichtigung des Weinkellers und anschließende Weinprobe.
– Kostprobe von schmackhaften Fleisch- und Wurstwaren im Rahmen eines 2-Gang-Menüs auf der Basis von Vorspeisen und einem Hauptgang in einem Lokal mit eigener Schlachterei

Perugia
Ende Oktober findet in Perugia das der Schokolade gewidmete Fest Eurochocolat statt.

Spello
Spello

4. Tag: Spello – Bevagna – Montefalco
Fahrt nach Spello und Besichtigung des hübschen Ortes. Besonders sehenswert sind die Kirche Sant’Andrea, die Cappella Santa Maria Maggiore und die Kirche San Lorenzo. Von dem Belvedere hat man einen fantastischen Blick auf die umbrische Landschaft. Die Besonderheit Spellos ist der geschlossene Mauerring, der in unterschiedlichen Epochen fertig gebaut wurde. Weiterfahrt nach Bevagna. Umschlossen ist die historische Stadt mit imposanten mittelalterlichen Stadtmauern. Einheitlich römisch geprägt kann man im Stadtkern die Reste eines römischen Theaters sowie ein Mosaik mit Meerestieren aus einer römischen Thermalanlage bewundern. Die mittelalterliche Piazza San Francesco gleicht einer romantischen Theaterkulisse. Sie wird als einer der schönsten Plätze Umbriens betrachtet, nicht nur wegen der Schönheit der Bauten, wie z.B. der gotische Palazzo dei Conti, sondern auch wegen der originellen asymmetrischen Architektur des Ortes, die für die Epoche nicht üblich war. Weiterfahrt nach Montefalco, übersetzt Falkenberg. Dieser Ort erhielt seinen Namen durch die Vorliebe Friedrich II zur Falkenjagd und wird auch die Aussichtsterrasse Umbriens genannt, da man von hier bei gutem Wetter eine wunderschöne Aussicht bis nach Perugia genießen kann. Sehenswert sind die mittelalterliche Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, das prächtigste Tor – Eingang zur Altstadt – Porta Sant’Agostino mit ghibellinischen Zinnen in Schwalbenschwanzform, die Kirche Sant’ Agostino, ein gotischer Bau mit Fresken und die Chiesa San Francesco mit seinem gleichnamigen Museum di San Francesco. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

5. Tag: Cascata delle Marmore – Narni
Fahrt zu den höchsten Kaskaden Europas, die Cascata delle Marmore. Ihre Ursprünge liegen weit in der Geschichte zurück, als der römische Konsul Curio Dentato im Jahre 290 v.Chr. eine Lösung für die häufigen Überschwemmungen der Täler durch den Fluss Velino suchte. Heute kann man die definitive Lösung bestaunen, die reich an dichten Wäldern und Brutstelle vieler Vogelarten ist. Ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann ENEL (italienisches Elektrizitätswerk) mehrere Untersuchungen durchzuführen, um die aus der Wasserkraft entstehende Energie in Elektrizität zu verwandeln. Heute sind die Wasserfälle im Besitz von ENEL. Weiterfahrt nach Narni, einer der schönsten Orte der Region, der noch vom Massentourismus bewahrt ist und auch als umbrisches Juwel bekannt ist. Unter römischer Regierung hieß der Ort Narnia. Der Schriftsteller C. S. Lewis, Autor von Die Chroniken von Narnia, inspirierte sich an einer antiken, italienischen Landkarte bei der Namensauswahl des Ortes, an dem seine Erzählungen stattfinden sollten. Wahrzeichen Narnis ist ein Bogen, der von der mächtigen Brücke Ponte d’Augusto unter Kaiser Augustus im Jahre 31 v. Chr. gebaut wurde. Diese Brücke gehört zu einer der größten, die von den Römern erbaut wurden. Besonders sehenswert ist die Kathedrale San Giovenale, die Kirche San Francesco, die Burg Albornoz und die Abtei von San Cassiano. Zum Abschluss ist in der Piazza Principale eine Cappuccino- oder Espresso-Pause zu empfehlen. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Trasimenischen See
Trasimenischen See

6. Tag: Perugia – Lago Trasimeno
Fahrt nach Perugia – die wegen ihrer schönen Lage und ihrer alten monumentalen Bauten – eine der sehenswertesten Städte Italiens. Das historische Zentrum bildet die Piazza IV Novembre mit der Fontana Maggiore, einem der schönsten Brunnen Italiens, in dessen Umfeld sich weitere bedeutende Bauten – alle im italienisch-gotischen Stil des XIII-XV Jh.- befinden. Darunter der Palazzo dei Priori, die Kathedrale San Lorenzo, der Collegio del Cambio sowie San Pietro, die prachtvollste Kirche Perugias aus dem X Jh. Besichtigung der Chiesa di San Bevignate aus dem 12. Jahrhundert, eine der ältesten Templerkirchen in Europa. Eventuell Besuch eines Glaslabors im Zentrum, in dem hochwertige künstlerische Glasartikel hergestellt werden. (Dort kann man auch der Glasherstellung beiwohnen). Weiterfahrt zum Trasimenischen See in Umbrien, dem viertgrößten See Italiens, der sich unweit von Perugia befindet. In Castiglione del Lago, einem beliebten Urlaubsort, der von mittelalterlichen Stadtmauern umringt ist, Spaziergang durch den Stadtkern. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung. (Anstatt des Abendessens im Hotel könnte zum Abschied ein umbrisches Spezialitätenessen auf einem Landgut in der Nähe des Lago Trasimeno organisiert werden).

Unsere Tipps für kulturelle Höhepunkte

Perugia
Museo Capitolare Cattedrale di San Lorenzo (die Austellungsstücke stammen aus der Etruskerzeit).

Spoleto
Für Musikliebhaber empfehlen wir einen zusätzlichen Tag mit der Besichtigung von Spoleto, dessen Wahrzeichen das Aquädukt Ponte delle Torri ist. Spaziergang durch die mittelalterliche Stadt zum romanischen Dom Santa Maria Assunta. In Spoleto findet alljährlich im Sommer (Ende Juni/Anfang Juli) das Festival dei due Mondi statt, das Besucher aus aller Welt anzieht. Die Veranstaltungen beinhalten ein reichhaltiges Programm von Musik, Theater, Ballett, Film und Konzerten.

Perugia
Suggestiv düsterer Flair der spätmittelalterlichen Inquisition: in der Festung Albornoz befindet sich ca. 3 Meter unter der Erde ein Kerker, in dem im Jahre 1759 Giuseppe Andrea Lombardini ingekerkert wurde. Diese Zelle ist ca. acht Quadratmeter groß, und nur durch eine kleine Öffnung in der Decke kann Licht hineindrängen. Der Inquisitionsgefangene gravierte neben der Kerkertür folgendes (heute noch sichtbar) Ich, Giuseppe Andrea Lombardini, wurde am 4. Dezember 1759 unschuldig eingekerkert.

7. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück Heimreise mit eigenem Bus oder per Flug (z.B. Florenz)