Rundreise Venetien

Bis vor wenigen Jahren kannte man die Region Venetien vor allem wegen der romantischen Städte Venedig und Verona sowie wegen der beliebten Strandbäder Jesolo, Caorle und Bibione. Heute sind Padua, Vicenza und die Eugenetischen Hügel jedem ein Begriff. Venetien ist Heimat zahlreicher großer Persönlichkeiten, wie Marco Polo, Andrea Palladio, Giacomo Casanova und Antonio Vivaldi und gehört zu den attraktivsten Regionen Italiens.

GARTENKUNST IN VENETIEN

Busrundreise 9 Tage – 8 Übernachtungen

1. Tag: Ankunft
Ankunft im Hotel im Raum Meran. Check-In, Begrüßungscocktail, Abendessen und Übernachtung.

Verona
Verona

2. Tag: Abfahrt – Meran
Fahrt zur Besichtigung des Gartens von Trauttmansdorff. Die Gärten des Schlosses erstrecken sich auf eine Fläche von 12 Hektar und haben die Form eines natürlichen Amphitheaters. Der Garten ist in 80 verschiedene Landschaftsbilder eingeteilt, wo verschiedene Pflanzen aus aller Welt blühen und gedeihen. Dies eröffnet durch seine Form eine beeindruckende Perspektive auf exotische Gartenlandschaften sowie auf die Ausblicke der umliegenden Bergwelt und die Stadt Meran. Am sonnenverwöhnten Südhang des Gartens entfaltet sich das unverkennbare Bild des Südens mit duftenden Zwergsträuchern sowie Kork- und Steineichen. Ebenfalls gedeiht dort der nördlichste Olivenhain Italiens. In der sukkulenten Halbwüste befinden sich Kakteen, Aloen und Agaven und im Bereich des Verbotenen Gartens kann man durch einen magischen Wegweiser das Märchen von Belinda, der Magd mit den siebenfachen Zauberkräften und giftige Pflanzenarten kennenlernen. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Torri del Benaco
Fahrt nach Torri del Benaco und Besichtigung des Schlosses Scaligero und der angrenzenden Zitrusplantage. Das Schloss wurde im Jahre 1383 im Auftrag von Antonio della Scala auf der schon bestehenden Ruine einer römischen Festung erbaut. Erst im Jahre 1760 wurde das Zitrusgewächshaus eingerichtet, weshalb man zwei Ringmauern des Schlosses entfernt hatte. Besonders interessant und sehenswert sind die Anbaumethoden sowie die Vorbereitung für die Überwinterung dieser Zitruspflanzen und die ursprünglichen Bewässerungssysteme. Spaziergang durch den hübschen Ort und Besichtigung der kleinen Barockkirche Santi Pietro e Paolo. Fahrt zum Hotel im Raum Verona. Check-In, Abendessen und Übernachtung.

Vicenza
Vicenza

4. Tag: Garten André Heller – Isola del Garda
Fahrt in Richtung Fasano und Besichtigung des botanischen Gartens der Stiftung André Heller. Beschrieben wird dieser Garten seitens seines aktuellen Besitzers als Musterkollektion an Weltgegenden. Die Ursprünge des Gartens gehen jedoch auf das 20. Jahrhundert zurück. Der Zahnarzt und Botaniker Arthur Hruska legte zwischen 1910 und 1914 den Grundstein dieses Gartens, um seinen botanischen Traum zu verfolgen, die Erschaffung eines Weltgartens. Im Laufe der Jahre erschuf er künstliche Berge im Zentrum des Gartens und kleine Bachläufe und pflanzte neue exotische Pflanzen. All dies wurde so naturnah wie möglich nachgebildet. Im Jahre 1988 übernahm die André Heller Stiftung den Garten mit seinen 2000 Pflanzenarten und bereicherte dieses botanische Spektakel mit zeitgenössischen Skulpturen und szenografischen Effekten. Am Nachmittag Überfahrt mit dem Boot zur Insel Garda. Die 130 gallischrömischen Grabsteine, die hier gefunden wurden, bestätigen, dass die Insel schon während des Zeitalters der Römer bewohnt war. Besichtigung dieser atemberaubenden Insel, heute Besitz der Adelsfamilie Borghese-Cavazza. Die prächtige Villa mit ihrer Parkanlage – so wie wir sie heute bewundern können – wurde vom Architekten Luigi Rovelli entworfen und ist ein prunkvoller Bau im neugotisch-venezianischen Stil. Die Parkanlage ist im klassischen italienischen Stil erbaut worden, dessen kunstvoll gestaltete Hecken verschiedene Figuren darstellen, unter denen das Wappen der Familie de‘ Ferrari. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Wussten Sie schon, dass sich in Padua das erste Teatro Anatomico der Welt befindet. Ab 1594 genossen die Medi-zinstudenten die damals noch verbotenen anatomischen Lehrstunden. Diese ovale Konstruktion ist mit ihren sechs Etagen besonders sehenswert und während der Besichti-gung von Padua ein Muss. Einer der bedeutendsten Lehrer dieser Universität war Galileo Galilei und die berühmtesten Studenten waren Kopernikus und Werner Rolfink, ein deutsche Mediziner.

Villa Barbarigo in Valsanzibio
Villa Barbarigo in Valsanzibio

5. Tag: Padua – Villa Barbarigo in Valsanzibio
Fahrt nach Padua, der Stadt des hl. Antonius. Besichtigung der Grabkirche Sant’Antonio, die 1232 über dem Grab des Heiligen errichtet wurde. Auf der Piazza delle Erbe befindet sich der Palazzo della Ragione, den die Einwohner von Padua Salone nennen. Spaziergang zur Piazza dei Signori, zum Dom aus dem IX. Jh. und zu dem daneben liegenden romanischen Baptisterium. Gelegenheit zum Einkaufen in den eleganten Geschäften um die Piazza Garibaldi oder Spaziergang zu dem klassizistischen Platz Prato della Valle und der Kirche Santa Giustina. Am Nachmittag Fahrt nach Valsanzibio und Besuch der Villa Barbarigo, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter der Familie Zuane Francesco Barbarigo zur wundervollen Villa, die wir heute kennen, umgebaut worden ist. Die Gartenanlage im Barockstil wurde unter der Leitung des ältesten Sohnes Barbarigo Gregorio, Kardinal und zukünftiger Heiliger, entworfen. Der Architekt der Päpste und Gestalter zahlreicher berühmter Brunnen, Luigi Bernini, wurde für die Realisation der Anlage engagiert. Gregorios Absicht war, den Weg zu symbolisieren, der den Menschen zu seiner Erlösung führt. Der Garten ist etappenweise aufgeführt, um die Besucher durch themenbezogene Wege symbolisch zur Erleuchtung des Wahren zu führen. Einer der wichtigsten Symbole der Erlösung, der sich am Leben des heiligen Gregorio Barbarigo inspiriert, ist das Labyrinth. Mit einer Gesamtfläche von 1500 m gehört dieses Labyrinth zu den noch heute größten aus seiner Epoche. Endziel des Weges der Erleuchtung ist der Brunnen der Offenbarung. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Unser Tipp für Feinschmecker
Reis ist der große Star der paduanischen Küche. Fakultativ kann in einer typischen Trattoria ein Mittagessen auf der Basis von „Risotto“ organisiert werden. Besonders beliebt ist die Zubereitung von Reis mit Kürbis oder der Klassiker mit Bratwurstteig.

Giardino Giusti (Verona)
Giardino Giusti (Verona)

6. Tag: Verona – Giardino Giusti
Nach dem Frühstück Besichtigung von Verona. Diese Kunststadt ist wegen der alljährlichen Opernfestspiele in der römischen Arena und als Stadt, in der sich die unglückliche Liebe zwischen Romeo und Julia zugetragen haben soll, berühmt. Sehenswert sind bei einem Rundgang in der Altstadt u. a. die romanische Basilika S. Zeno Maggiore mit ihrem großartigen Bronzeportal, das Amphitheater, die malerische Piazza delle Erbe, der Balkon von Julia, die Piazza dei Signori und die Skaligergräber. Anschließend Weiterfahrt und Besichtigung des Giardino Giusti. Die Grundbausteine des Gartens wurden bereits in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts gelegt, als die Villa seitens der toskanischen Familie Giusti aufgekauft wurde und in Verona ihr Geschäft bzgl. der Färbung der Wolle weiterführte. Graf Agostino Giusti ließ den Garten in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts im toskanischen Renaissance-Stil umgestalten. Von dem von Zypressen gesäumten Hauptweg, zwischen Blumenbeeten, Springbrunnen, Statuen und Treppen, gelangt man zur Terrasse Belvedere, von wo man ein atemberaubendes Panorama der Stadt von Romeo und Julia hat. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

Unser Tipp für Feinschmecker
Zwischen Verona und dem Gardasee erstreckt sich ein sehr schönes Gebiet, das die wertvollste Weingegend von ganz Venetien ist. Bei Interesse kann eine Weinprobe organisiert werden, um die edelsten Weine der Region kennenzulernen (z.B. Bardolino, Valpolicella und Soave).

7. Tag: Mantua – Cremona
Fahrt nach Mantua, der Stadt der Adelsfamilie Gonzaga. Die Kleinstadt ist mit Sicherheit eine der schönsten norditalienischen Städte. Geführter Stadt-rundgang zum Palazzo Ducale und zur malerischen Piazza delle Erbe und Besichtigung der Kirche Sant’Andrea. Höhepunkt des Aufenthaltes in Mantua ist die Besichtigung des Palazzo del Tè, einer Gartenvilla der Gonzaga, die sich etwas außerhalb der Altstadt befindet. Weiterfahrt nach Cremona und Stadtführung in der Geigenbauerstadt, die auch für ihre süße Spezialität Torrone berühmt ist. Besichtigung des Rathausplatzes mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem 111 m hohen Turm Torrazzo, dem Dom, der Loggia dei Militi und dem Rathaus, wo in der Sala dei Violini die Geigen von Stradivari und Guarneri hängen. Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

8. Tag: Palladio – Villen
Ausflug in die Umgebung von Vicenza und Besuch von einigen der Bauwerke des italienischen Architekten Andrea di Pietro della Gondola, eher als Palladio bekannt. Er war der wichtigste und bekannteste Renaissance-Architekt in Oberitalien. Für Palladio war die Architektur eine einzige Harmonie, die durch Schönheit, Eleganz, Proportion, Funktionalität und Ausgewogenheit erlangt wurde. Besuch der Villa Capra Valmarana, bekannt als die Villa La Rotonda, die zu den schönsten und zu den Hauptbauwerken des Architekten gehört. Anschließend weiter zur der Villa Gazzotti Grimani Curti. Diese seit 1994 zur UNESCO gehörende Villa ist eine der ersten Projekte Palladios. Fahrt in Richtung Quinto Vicentino und Besuch der Villa Thiene, deren Hauptmerkmal die aus dem 15. Jahrhundert stammenden Fresken im Atrium sind. Falls zeitlich möglich, Besichtigung der Villa Caldogno, deren Bau 1545 begonnen hat und die im Jahre 1570 fertig gebaut wurde. Fahrt nach Montecchio Maggiore und Besuch der wunderschönen Villa Cardellina Lombardi, die erst im Jahr 1735 erbaut wurde. Der Architekt, der den Entwurf der Villa gestaltet hatte, gehörte zu den Anhängern der Palladio-Schule, sodass viele Merkmale der Baukunst Palladios enthalten sind. Am späten Nachmittag Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.

9. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück Heimreise.